KI-Skill Denkhüte
Denkhüte ist ein Skill für KI-Tools wie Claude, ChatGPT oder Langdock. Er beurteilt einen Entwurf, ein Konzept oder eine anstehende Entscheidung aus sechs Perspektiven. Fünf davon laufen als eigene Agenten – Faktenlage, erste Reaktion, Nutzen, Risiken, Alternativen –, die sechste führt sie zu einer Empfehlung zusammen.
Skill herunterladen
Ein ZIP mit vier Dateien: dem Ablauf, den Aufträgen der fünf Perspektiven im Wortlaut samt der Vorlage, mit der die Steuerung jeden Hut beauftragt, den Textabschnitten dieser Seite als README und der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 (CC BY 4.0). Das Paket enthält nur Text: keinen Programmcode und nichts, das Daten verschickt.
Skill herunterladenZIP, 12,5 KB. Der Ordner darin heißt denkhuete-marktschreyer – so steht der Skill später auch in der Skill-Liste deines KI-Tools.
Wie du den Skill in dein KI-Tool einbaust, steht auf der Seite KI-Skills verstehen und einbauen.
Was der Skill macht
Wer ein Sprachmodell nach Feedback fragt, bekommt eine Antwort aus einem Guss. Lob und Kritik stehen im selben Absatz, und beides ist schon abgeschwächt: Das Modell wägt beim Schreiben ab, bevor die Argumente überhaupt auf dem Tisch liegen. Am Ende steht „insgesamt solide, achte noch auf …“, und damit lässt sich nichts entscheiden.
Denkhüte trennt das auf. Sechs Perspektiven beurteilen denselben Gegenstand: deinen Entwurf, dein Konzept, die Entscheidung, die ansteht. Jede Perspektive hat einen eigenen Auftrag und eine harte Grenze.
Wer die Faktenlage sortiert, wertet nicht. Wer den Nutzen benennt, schreibt kein einziges „aber“. Wer die Risiken sucht, schlägt keine Lösung vor. Gegeneinander gehalten werden die Ergebnisse erst am Schluss.
Der Skill basiert auf der Six-Thinking-Hats-Methode von Edward de Bono. Die Umsetzung ist eigenständig, die Texte darin sind meine eigenen, und weder der Skill noch diese Seite stehen in einer Verbindung zu Edward de Bono Limited.
Wie er arbeitet
Die sechs Perspektiven, nach de Bono je ein Hut in einer eigenen Farbe:
- Weiß sortiert die Faktenlage: was belegt ist, was behauptet wird, was sich widerspricht. Weiß rechnet Zahlen nach. Am Schluss stehen die drei Angaben, die fehlen und die Beurteilung am stärksten verändern würden.
- Rot gibt die erste Reaktion einer Persona aus der Zielgruppe wieder, bevor sie nachdenkt: was der Gegenstand bei ihr auslöst, an welcher Stelle sich ihre Stimmung ändert, was sie denkt und nicht laut sagt. Rot begründet nichts.
- Gelb arbeitet heraus, was funktioniert. Jeder Punkt braucht einen Mechanismus, also den konkreten Zug im Gegenstand, durch den der Nutzen eintritt. Lob ohne Mechanismus zählt nicht.
- Schwarz sucht Risiken, Denkfehler und blinde Flecken. Jedes Risiko bekommt eine Eintrittsbedingung, und am Schluss steht die eine Annahme, von der der ganze Gegenstand abhängt.
- Grün sucht zu jedem Einwand, der die Empfehlung umkehren würde, einen Ausweg oder sagt ausdrücklich, dass es keinen gibt. Dazu entwickelt er zwei bis drei Alternativen zum Gegenstand selbst; mindestens eine geht ihn grundsätzlich anders an.
- Blau ist die Steuerung. Sie rahmt vorher, führt danach zusammen und gibt die Empfehlung. Sie läuft nicht als eigener Agent, sondern im Hauptgespräch. Eigene Punkte, die keiner der Hüte genannt hat, setzt sie getrennt als Nachtrag dazu.
Weiß, Rot, Gelb und Schwarz laufen gleichzeitig, jeder als eigener Agent mit eigenem Kontext. Keiner sieht, was ein anderer geschrieben hat. Nur so bleibt jede Perspektive unbeeinflusst: Sobald Gelb weiß, was Schwarz gesagt hat, fängt Gelb an, sich abzusichern. Grün läuft erst danach und bekommt die Einwände von Schwarz und die Lücken von Weiß mit, weil er sonst nichts zu lösen hätte.
Vor der Ausgabe prüft die Steuerung jede Antwort gegen den Auftrag ihres Huts: Hat Gelb ein „aber“? Hat Schwarz eine Lösung vorgeschlagen? Hat Rot begründet? Einen Hut, der seinen Auftrag überschritten hat, lässt sie einmal neu laufen, statt ihn von Hand nachzubessern – wer umschreibt, schwächt genau die Stellen ab, wegen derer das Verfahren existiert. Beim Zusammenführen mittelt die Steuerung nicht: Ein Einwand, für den Grün keinen Ausweg gefunden hat, bleibt als offener Punkt stehen.
Für kurze Gegenstände ohne überprüfbare Sachaussagen – eine Überschrift, eine Betreffzeile, ein Claim – gibt es einen Kurzmodus mit Rot, Schwarz und Grün in einer einzigen Runde. Die Empfehlung sagt dann dazu, welche beiden Perspektiven fehlen.
So setzt du ihn ein
In Tools, die Skills anhand ihrer Beschreibung selbst auswählen, musst du ihn nicht aufrufen. Er meldet sich in der Regel von selbst, sobald du um eine Beurteilung bittest – „challenge das mal“, „was spricht dagegen“, „sag mir ehrlich, wo das schwach ist“. Direkt ansprechen geht genauso: „Nimm die Denkhüte für diesen Entwurf.“
Danach fragt er einmal und gebündelt nach dem, was ihm fehlt: der Gegenstand im Wortlaut, die Beurteilungsfrage, also was entschieden werden soll, die Persona für Rot und der Kontext, der aus dem Gegenstand nicht hervorgeht. Liegt der Gegenstand schon als Datei vor, liest Denkhüte ihn dort. Ist die Zielgruppe in einer Datei oder einem anderen eingeschalteten Skill beschrieben, nimmt Denkhüte die Persona von dort.
Voraussetzungen
Sechs Dinge braucht der Skill, damit die Beurteilung brauchbar ist.
- Ein Agenten-Tool. Die Hüte laufen als eigene Agenten, damit keiner beim Schreiben sieht, was ein anderer schreibt. Ohne Agenten-Tool laufen sie nacheinander im selben Kontext und färben sich gegenseitig ein. Der Skill schreibt das in die Ausgabe, statt eine Unabhängigkeit zu behaupten, die es nicht gibt. Welche KI-Tools Subagenten starten, steht auf der Seite KI-Skills verstehen und einbauen.
- Eine Persona für Rot. Rot gibt die erste Reaktion einer bestimmten Persona wieder, und das gelingt genauso gut, wie sie beschrieben ist. Ohne Beschreibung kommt eine Durchschnittsreaktion heraus, die auf niemanden zutrifft – Rot weist sie dann als generische Annahme aus.
- Der Gegenstand im Wortlaut. Jeder Hut belegt seine Aussagen mit wörtlichen Zitaten, damit du jeden Einwand an der Stelle nachlesen kannst, auf die er sich bezieht. Fasst du den Gegenstand vorher zusammen, beurteilen die Hüte am Ende deine Zusammenfassung.
- Eine Beurteilungsfrage. Was entschieden werden soll: „Kann das so raus?“, „Welche der beiden Optionen?“ Fehlt sie oder der Gegenstand, fängt der Skill nicht an.
- Benannte Quellen. Die Steuerung legt für alle Hüte gleich fest, welche Skills, Dateien oder Seiten sie heranziehen dürfen; alles andere ist für alle gesperrt. Sag dazu, welche Quellen gelten sollen, sonst wählt die Steuerung selbst aus.
- Der Kontext. Budget, Zeitdruck, Vorgeschichte, was schon versucht wurde. Ohne diese Angaben weiß Schwarz nicht, welche Risiken schon ausgeschlossen sind, und Grün nicht, welche Wege du schon gegangen bist.
Das Paket im Einzelnen
Alle vier Dateien stehen vollständig auf dieser Seite. Links wählst du eine aus, rechts steht ihr Inhalt. Die Dateien sind länger als der Kasten, darin scrollst du.
denkhuete-marktschreyer/
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name: denkhuete-marktschreyer
description: Beurteilt einen Gegenstand – Text, Konzept, Entwurf, Angebot, Plan oder anstehende Entscheidung – aus den sechs Denkperspektiven nach Edward de Bono. Fünf voneinander abgeschottete Agenten liefern getrennt Fakten und Lücken (Weiß), erste Reaktion der Zielgruppe (Rot), Nutzen (Gelb), Risiken (Schwarz) und Alternativen (Grün), die Steuerung (Blau) rahmt vorher und führt danach zu einer Empfehlung zusammen. Nutzen bei "Denkhüte", "sechs Hüte", "de Bono", und immer dann, wenn eine Sache aus mehreren Perspektiven beurteilt, kritisch gegengeprüft oder von mehreren Seiten beleuchtet werden soll – auch bei Formulierungen wie "challenge das mal", "was spricht dagegen", "lass mehrere draufschauen", "gib mir Feedback aus verschiedenen Blickwinkeln", "sag mir ehrlich, wo das schwach ist" oder wenn zwischen zwei Optionen entschieden werden soll. Nicht nutzen für fachliche Einzelprüfungen mit eigenem Regelwerk wie Blog-Lektorat, SEO- oder Tracking-Audit – dafür gibt es die jeweiligen Fachskills.
license: CC-BY-4.0
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# Denkhüte
Sechs Denkperspektiven nach de Bono beurteilen einen Gegenstand. Fünf laufen als eigene Agenten, die voneinander nichts wissen. Blau läuft nicht als Agent. Blau ist die Steuerung, die vorher rahmt und danach zusammenführt – das bist du.
## Globale Regeln
Jeder Hut bleibt in seiner Perspektive. Ein Hut, der abwägt, ist wertlos, denn dafür gibt es die Synthese. Was das je Hut heißt, steht in seinem Auftrag in `references/hut-auftraege.md`.
Ein Agent sieht nur das Briefing aus Schritt 2 und seinen Hut-Auftrag. Was für alle fünf gelten soll – auch Sprache, Belegpflicht und Verbot erfundener Rollen –, steht deshalb im Briefing-Template und nirgends sonst; die Agenten können diese Datei hier nicht lesen.
## Ablauf
### 1. Rahmen erheben
Vier Angaben werden gebraucht:
- **Gegenstand** – der Text, das Konzept, die Optionen. Vollständig und wörtlich, nicht zusammengefasst.
- **Beurteilungsfrage** – was entschieden werden soll. "Kann das so raus?", "Welche der beiden Optionen?", "Wo ist das schwach?"
- **Perspektive für Rot** – wessen erste Reaktion zählt, und wie genau diese Person beschrieben ist. Siehe Persona-Stufen.
- **Kontext** – Rahmenbedingungen, die aus dem Gegenstand nicht hervorgehen: Budget, Zeitdruck, Vorgeschichte, Auftraggeber, was schon versucht wurde.
Bevor du fragst, sieh nach: Liegt der Gegenstand als Datei vor? Führt ein aktiver Wissens-Skill oder eine Datei im Arbeitsordner eine Persona für diese Zielgruppe? Übernimm, was da ist.
Fehlt danach noch etwas, frage **einmal** und gebündelt. Ohne Gegenstand oder Beurteilungsfrage nicht weiterarbeiten – ohne die anderen beiden schon.
Stell hier auch fest, ob der Kurzmodus gilt; siehe Abschnitt „Kurzmodus“.
#### Persona-Stufen
Rot ist der Hut, der ohne Zielgruppenwissen nichts wert ist. Ein Modell hat kein Bauchgefühl; es kann nur die plausibelste erste Reaktion einer bestimmten Person rekonstruieren, und das gelingt genau so gut, wie diese Person beschrieben ist. Stell fest, welche Stufe vorliegt, und gib sie im Hut-Auftrag an Rot weiter:
- **A** – Persona oder ausführliche Zielgruppenbeschreibung liegt vor. Wandert wortgleich ins Briefing.
- **B** – nur eine grobe Angabe, etwa "Einkaufsleiter im Mittelstand".
- **C** – nichts. Fordere die Persona in der Rückfrage aus Schritt 1 aktiv an und sag, warum: Ohne sie liefert Rot eine Durchschnittsreaktion, die auf niemanden zutrifft. Kommt nichts, läuft Rot trotzdem; seine Ausgabe ist dann als generische Annahme gekennzeichnet, und die Synthese weist sie als das aus, statt sie als Zielgruppenreaktion zu verwenden.
### 2. Briefing bauen
Das Briefing ist ein Textblock, der wortgleich an alle fünf Agenten geht. Vorlage und Regelteil: `references/hut-auftraege.md`, Abschnitt "Briefing-Template". Der Hut-Auftrag kommt getrennt dazu und nie hinein.
Das Briefing enthält keine Wertung des Gegenstands, keinen Hinweis darauf, was du selbst denkst, und keine Erwartung, was herauskommen soll. Jede Färbung hier landet fünffach im Ergebnis.
Liegt der Gegenstand als Datei vor, gib den Pfad statt des Volltextes und weise die Agenten an, sie zu lesen – der Gegenstand geht sonst fünfmal durch den Kontext.
Die Agenten können auf dieselben Skills und Dateien zugreifen wie du. Ohne Vorgabe zieht der eine Hut Wissen heran, das der andere nicht hat, und die Perspektiven werden auf ungleicher Grundlage verglichen. Trag deshalb im Feld "Weitere zulässige Quellen" ein, was alle heranziehen dürfen: die Wissens-Skills zum Thema, Dateien im Arbeitsordner, die Website. Was dort nicht steht, ist für alle gesperrt.
Geht es um mehrere Optionen, benennt das Briefing sie ausdrücklich als Vergleich und nummeriert sie, sonst behandelt jeder Hut nur die, die ihm zuerst auffällt.
### 3. Runde 1 – vier Agenten parallel
Weiß, Rot, Gelb und Schwarz in **einem** Tool-Block starten, damit sie gleichzeitig laufen. Jeder bekommt das Briefing plus seinen Auftrag aus `references/hut-auftraege.md`. Im Auftrag von Rot vor dem Einsetzen `{STUFE}` durch A, B oder C ersetzen.
Kein Agent bekommt die Antwort eines anderen. Genau daran hängt der Wert des Verfahrens: Sobald Gelb weiß, was Schwarz gesagt hat, fängt Gelb an, sich abzusichern.
Steht kein Agenten-Tool zur Verfügung, gilt der Abschnitt „Modus ohne Subagenten“.
### 4. Runde 2 – Grün
Grün läuft erst jetzt und bekommt neben dem Briefing die Einwände von Schwarz und die Lücken von Weiß, eingesetzt in seinen Auftrag: `{EINWAENDE}` durch die Antwort von Schwarz ersetzen und `{LUECKEN}` durch die Lückenliste von Weiß. Grün ist der Hut, der löst, und dafür muss er wissen, was im Weg steht – liefe er parallel, hätte er nichts, woran er ansetzen kann.
### 5. Synthese
Aufbau:
- **Wie steht die Sache** – eine direkte Antwort auf die Beurteilungsfrage, in wenigen Sätzen.
- **Widersprüche** – wo zwei Hüte gegeneinander stehen, benannt mit Hutfarbe, und welcher überzeugt, mit Begründung.
- **Was fehlt** – die Lücken aus Weiß, die vor der Entscheidung geschlossen werden sollten.
- **Was zu tun ist** – konkrete Schritte, keine Haltungen.
Regeln für die Synthese:
Sie mittelt nicht. Ein Einwand von Schwarz, für den Grün keinen Ausweg gefunden hat, steht als offener Punkt drin und wird nicht zu "kleines Restrisiko" verrührt. Fasst die Synthese fünf gegensätzliche Perspektiven zu „insgesamt solide“ zusammen, steht im Ergebnis nichts mehr von dem, was die Hüte getrennt gefunden haben.
Sie erfindet keine Argumente. Was kein Hut genannt hat, du aber siehst, steht getrennt unter "Nachtrag der Steuerung".
### 6. Prüfen
Vor der Ausgabe jede Hut-Antwort einzeln gegen ihren Auftrag halten:
- Hat Gelb ein "aber"? Hat Schwarz eine Lösung vorgeschlagen? Hat Rot begründet? Hat Weiß gewertet?
- Steht bei Rot die Grundlage in der ersten Zeile, wenn Stufe B oder C vorlag?
- Hat jedes Risiko von Schwarz eine Eintrittsbedingung?
- Ist jede Aussage über den Gegenstand mit einem wörtlichen Zitat belegt, und trägt jede Angabe ihre Herkunft?
- Behauptet ein Hut etwas über die Umgebung des Gegenstands – die restliche Seite, das ganze Dokument –, die er nie gesehen hat?
- Hat Grün zu jedem Einwand, der die Empfehlung umkehren würde, einen Ausweg oder die Feststellung, dass es keinen gibt?
Ist ein Hut aus der Spur, lass **diesen Agenten einmal neu laufen** mit dem Hinweis, was er verletzt hat. Korrigiere nicht selbst: Wenn die Steuerung umschreibt, glättet sie genau die Stellen, wegen derer das Verfahren existiert. Weicht er auch im zweiten Lauf ab, übernimm das Ergebnis und sag dem Nutzer, an welcher Stelle die Trennung nicht gehalten hat.
### 7. Ausgabe und Übergabe
Beginne mit dem Rahmen aus Schritt 1: was beurteilt wurde – bei einem Text sein Wortlaut, bei einer Datei der Pfad, bei einer Seite die URL –, die Beurteilungsfrage und die Zielgruppe mit ihrer Stufe. Ohne das liest sich jedes Zitat der Hüte wie eine Behauptung über etwas, das der Leser nicht vor sich hat, und er kann keinen einzigen Punkt nachprüfen. Hast du den Gegenstand selbst erzeugt, etwa für einen Testlauf oder ein Beispiel, steht das dort ausdrücklich – sonst hält der Leser deine Erfindung für seinen Bestand.
Danach die Hüte in dieser Reihenfolge: Weiß, Rot, Gelb, Schwarz, Grün, dann die Synthese.
Die Hut-Antworten werden **unverändert** wiedergegeben, nicht zusammengefasst. Die Verdichtung ist schon passiert, denn jeder Agent arbeitet unter einer Längengrenze. Fasst die Steuerung nach, verschwinden zuerst die scharfen Formulierungen.
Auf Zuruf steht das Ergebnis als Markdown-Datei, im Chat dann nur die Synthese und wo die Datei liegt; sonst alles im Chat.
Zum Schluss nennen, was jetzt möglich ist: einen Hut vertiefen, eine Nachrunde zu einem konkreten Widerspruch, den Gegenstand anhand der Kritik überarbeiten.
## Kurzmodus
Gilt, wenn der Gegenstand keine überprüfbaren Sachaussagen enthält – keine Zahlen, keine Belege, keine Tatsachenbehauptungen. Eine Überschrift, eine Betreffzeile, eine Buttonbeschriftung, ein Claim. Dann hat Weiß nichts zu sortieren, und Gelb kann zu einem einzelnen Formulierungszug wenig sagen, das nicht schon in Rots Reaktion steckt.
Es laufen Rot, Schwarz und Grün, alle drei zusammen in einer Runde. Grün bekommt dabei keine Einwände und keine Lücken: In seinem Auftrag entfallen die Blöcke `{EINWAENDE}` und `{LUECKEN}` und mit ihnen der erste Auftrag; es bleibt der zweite.
Die Zeit spart hier der Wegfall der zweiten Runde, nicht die Zahl der Hüte: Eine parallele Runde dauert so lang wie ihr langsamster Agent, und das ist selten Weiß oder Gelb.
Ausgabe in der Reihenfolge Rot, Schwarz, Grün, dann die Synthese. Die Synthese sagt in einem Satz, dass im Kurzmodus gearbeitet wurde und welche beiden Perspektiven deshalb fehlen.
Im Zweifel den vollen Ablauf nehmen. Ein Gegenstand mit einer Zahl oder einer Behauptung darin gehört nicht hierher, auch wenn er kurz ist – sonst wird aus der Ausnahme der Normalfall, und das Verfahren verliert genau die zwei Hüte, die Fehler finden.
## Modus ohne Subagenten
Steht kein Agenten-Tool zur Verfügung, laufen die Hüte nacheinander im Hauptkontext, jeder in einem eigenen abgeschlossenen Block, jeder eingeleitet mit seinem vollen Auftrag aus der Referenzdatei. Reihenfolge wie bei der Ausgabe. Alles andere am Ablauf bleibt gleich.
Die Trennung ist dabei schwächer, weil alle Hüte denselben Kontext sehen. Sag das dem Nutzer in einem Satz, statt eine Unabhängigkeit zu behaupten, die es nicht gibt.
## Referenzdateien
- `references/hut-auftraege.md` – Briefing-Template und die fünf Hut-Aufträge im Wortlaut. Das Template in Schritt 2 lesen, die Aufträge in Schritt 3 und 4, bevor die Agenten gestartet werden.
denkhuete-marktschreyer/
# Briefing-Template und Hut-Aufträge
Jeder Agent bekommt zwei Blöcke: das Briefing, wortgleich für alle, und genau einen Hut-Auftrag – nie zwei, nie eine Zusammenfassung.
Inhalt:
- [Briefing-Template](#briefing-template)
- [Weiß – Fakten und Lücken](#weiß)
- [Rot – erste Reaktion](#rot)
- [Gelb – Nutzen](#gelb)
- [Schwarz – Risiken](#schwarz)
- [Grün – Alternativen und Auswege](#grün)
## Briefing-Template
Der Regelteil am Ende steht hier, weil die Agenten nur diesen Block und ihren Hut-Auftrag sehen. Er geht unverändert an alle fünf.
```
## Gegenstand
{GEGENSTAND – vollständig und wörtlich, oder der Dateipfad mit der Anweisung, die Datei zu lesen. Bei mehreren Optionen nummeriert und ausdrücklich als Vergleich benannt.}
## Beurteilungsfrage
{Was entschieden werden soll.}
## Kontext
{Rahmenbedingungen, die aus dem Gegenstand nicht hervorgehen. Keine Wertung, keine Erwartung an das Ergebnis.}
## Zielgruppe
{Persona, grobe Angabe oder "liegt nicht vor".}
## Weitere zulässige Quellen
{Skills, Dateien oder Seiten, die alle Hüte heranziehen dürfen – oder "keine".}
## Regeln für deine Antwort
- Antworte auf Deutsch.
- Belege jede Aussage über den Gegenstand mit einem wörtlichen Zitat in Anführungszeichen. Ohne Zitat kann niemand nachsehen, worauf du dich beziehst.
- Nenne bei jeder Angabe ihre Herkunft: aus dem Gegenstand, aus dem Kontext oben, aus einer zulässigen Quelle, oder deine Annahme.
- Zahlen, Studien, Zitate und Marktdaten nur, wenn sie im Gegenstand oder in einer zulässigen Quelle stehen oder du sie geprüft hast.
- Du kennst nur, was oben steht. Über die Umgebung des Gegenstands – die restliche Seite, das ganze Dokument, den Rest des Projekts – urteilst du nicht. Musst du sie erwähnen, sag dazu, dass sie dir nicht vorliegt.
- Ziehe keine weiteren Quellen heran, außer sie stehen oben unter "Weitere zulässige Quellen" oder dein Auftrag erlaubt sie ausdrücklich.
- Erfinde keine Rolle für dich: kein Name, keine Biografie, kein behaupteter Beruf. Eine erfundene Rolle erzeugt Scheinautorität, und dann wird die Rolle bewertet statt dein Argument.
- Halte dich an deinen Auftrag, auch wenn dir etwas auffällt, das daneben liegt. Andere Perspektiven decken das ab.
```
## Weiß
```
Du prüfst einen Gegenstand ausschließlich auf seine Faktenlage.
Dein Auftrag: Trenne, was hier belegt ist, was behauptet wird, und was fehlt.
Sortiere jede sachliche Aussage aus dem Gegenstand in eine von drei Gruppen:
- Belegt – mit Quelle, Zahl oder nachvollziehbarer Herleitung im Gegenstand selbst.
- Behauptet – plausibel, aber ohne Beleg.
- Widersprüchlich – passt nicht zu einer anderen Aussage im Gegenstand.
Rechne Zahlen nach, wo sich das anbietet: Summen, Prozentsätze, Zeiträume, Verhältnisse. Nennt der Gegenstand eine überprüfbare Tatsachenbehauptung, von der die Beurteilungsfrage abhängt, und hast du Websuche, prüfe sie. Prüfe nicht, was nebensächlich ist. Was du nicht geprüft hast, weist du als ungeprüft aus.
Schließe mit dem wichtigsten Teil deiner Arbeit: Welche drei Angaben fehlen, die die Beurteilung am stärksten verändern würden, wenn man sie hätte? Sag zu jeder, in welche Richtung sie die Beurteilung ändern würde.
Was nicht dein Auftrag ist: bewerten. Kein "problematisch", kein "immerhin", kein "solide". Ob eine Lücke schlimm ist, entscheiden andere. Du sagst nur, dass sie da ist. Eine Wertung von dir verfälscht das ganze Verfahren, weil sie später als Faktum gelesen wird.
Format: Stichpunkte unter den drei Gruppen, dann die Lücken. Je Punkt höchstens zwei Sätze. Was in einer Gruppe nichts zu melden hat, lässt du weg, statt sie zu füllen.
```
## Rot
```
Du gibst die erste, ungefilterte Reaktion auf den Gegenstand wieder – die der Person, die oben unter Zielgruppe steht.
Güte dieser Grundlage: Stufe {STUFE}
Dein Auftrag: Beschreibe, was diese Person in den ersten Sekunden empfindet, bevor sie nachdenkt und Argumente sortiert.
Beantworte drei Dinge:
- Was löst der Gegenstand aus? Vertrauen, Skepsis, Langeweile, Ärger, Neugier, Überforderung – benenne es konkret.
- An welcher Stelle ändert sich die Stimmung, in die eine oder andere Richtung? Zitiere die Stelle.
- Was denkt diese Person, sagt es aber nicht laut?
Schreib im Präsens und aus der Person heraus. Kein "die Zielgruppe könnte möglicherweise" – das ist keine Reaktion, das ist ein Gutachten.
Was nicht dein Auftrag ist: begründen. Keine Herleitung, keine Argumente, keine Abwägung. Sobald du begründest, ist es kein Bauchgefühl mehr, und der einzige Beitrag, den dieser Hut leisten kann, ist weg.
Eine Sache, bei der du ehrlich sein musst: Du hast kein Bauchgefühl. Du rekonstruierst die plausibelste Reaktion einer beschriebenen Person. Das ist brauchbar, solange die Beschreibung genau genug ist, und wertlos, wenn sie es nicht ist. Deshalb:
- Stufe A: Antworte aus der Persona heraus.
- Stufe B: Nenne in der ersten Zeile, welche fehlenden Merkmale deine Reaktion ändern würden, und antworte dann.
- Stufe C: Beginne mit dem Satz "Generische Erstreaktion ohne Zielgruppengrundlage – dieser Beitrag ist der schwächste dieser Beurteilung." Dann antworte trotzdem, so konkret du kannst.
Format: höchstens fünf Sätze plus die Kennzeichnung aus Stufe B oder C. Keine Aufzählung, keine Überschriften.
```
## Gelb
```
Du arbeitest heraus, was an dem Gegenstand funktioniert.
Dein Auftrag: Benenne den Nutzen, die Stärken und das, was hier richtig gelöst ist.
Jeder Punkt braucht einen Mechanismus – warum tritt der Nutzen ein, durch welchen konkreten Zug im Gegenstand? "Wirkt professionell" ist kein Punkt. "Die Zahl in der Überschrift gibt dem Leser sofort einen Maßstab, an dem er alles Weitere misst" ist einer. Ohne Mechanismus ist es Lob, und Lob hilft bei keiner Entscheidung.
Beschreibe außerdem das beste realistische Ergebnis, wenn die Sache läuft. Realistisch heißt das obere Ende des Plausiblen, nicht das Wunschdenken.
Was nicht dein Auftrag ist: Risiken, Einschränkungen, Bedingungen, unter denen es nicht funktioniert. Kein einziges "aber", kein "vorausgesetzt, dass". Das übernimmt eine andere Perspektive vollständig. Deine Aufgabe ist, den Fall so stark zu machen, wie er ehrlich zu machen ist, damit die Kritik später an der starken Fassung ansetzt und nicht an einer schon weichgespülten.
Wenn der Gegenstand wenig hergibt, nenn wenige Punkte. Erfinde keine Stärken, um die Liste zu füllen.
Format: fünf bis sieben Stichpunkte, je höchstens zwei Sätze, das Stärkste zuerst. Danach zwei bis drei Sätze zum besten realistischen Ergebnis.
```
## Schwarz
```
Du suchst, was an dem Gegenstand schiefgeht.
Dein Auftrag: Benenne Risiken, Einwände, Denkfehler und blinde Flecken.
Jedes Risiko braucht eine Eintrittsbedingung – unter welchen Umständen tritt es ein, und wie wahrscheinlich sind diese Umstände. Ohne Bedingung ist es kein Einwand, sondern Grübeln, und niemand kann es entkräften.
Sortiere nach Schaden mal Wahrscheinlichkeit, das Schwerste zuerst.
Beantworte zusätzlich die eine Frage, die am meisten wert ist: Auf welcher einzelnen Annahme steht die ganze Sache, und was passiert, wenn sie nicht stimmt?
Was nicht dein Auftrag ist: relativieren und lösen. Kein "andererseits", kein "man könnte das entschärfen, indem". Lösungen entwickelt eine andere Perspektive, und wenn du sie vorwegnimmst, wirkt jedes Risiko halb so groß, wie es ist.
Eine Grenze in die andere Richtung: Wenn der Gegenstand solide ist, sag das. Blas keine Nebensächlichkeiten zu Einwänden auf, nur weil hier Kritik erwartet wird. Pflichtkritik zerstört das Verfahren genauso wie Weichspülen, weil der Leser dann nicht mehr unterscheiden kann, wann es ernst ist.
Format: fünf bis sieben Stichpunkte, je höchstens drei Sätze, in der Reihenfolge Risiko – Eintrittsbedingung – Folge. Danach die Annahme, auf der die Sache beruht, in zwei bis drei Sätzen.
```
## Grün
```
Du entwickelst Alternativen und Auswege.
Die Einwände, die gegen den Gegenstand vorliegen:
{EINWAENDE}
Die Wissenslücken, die festgestellt wurden:
{LUECKEN}
Du hast zwei Aufträge.
Erstens: Nimm jeden Einwand, der die Empfehlung umkehren würde, und finde einen konkreten Ausweg – eine Änderung am Gegenstand, ein anderes Vorgehen, eine Absicherung. Findest du für einen Einwand keinen, sag das ausdrücklich. Diese Feststellung ist wertvoller als eine schwache Idee, weil sie eine echte Entscheidung erzwingt.
Zweitens: Entwickle zwei bis drei Alternativen zum Gegenstand selbst, unabhängig von den Einwänden. Mindestens eine davon geht die Sache grundsätzlich anders an, nicht nur anders ausgeführt. Nenne zu jeder grob den Aufwand im Verhältnis zum jetzigen Weg: deutlich weniger, ähnlich, deutlich mehr.
Was nicht dein Auftrag ist: prüfen, ob die Einwände berechtigt sind, und den Gegenstand verteidigen. Nimm die Einwände als gegeben. Deine Frage ist ausschließlich, was man tun könnte; ob man es tun sollte, entscheidet jemand anders.
Format: erst die Auswege, je Einwand ein Stichpunkt mit dem Einwand in drei bis fünf Wörtern und danach dem Ausweg. Dann die Alternativen, je zwei bis vier Sätze plus Aufwandsangabe.
```
denkhuete-marktschreyer/
# KI-Skill *Denkhüte*
*Denkhüte* ist ein Skill für KI-Tools wie Claude, ChatGPT oder Langdock. Er beurteilt einen Entwurf, ein Konzept oder eine anstehende Entscheidung aus sechs Perspektiven. Fünf davon laufen als eigene Agenten – Faktenlage, erste Reaktion, Nutzen, Risiken, Alternativen –, die sechste führt sie zu einer Empfehlung zusammen.
## Was der Skill macht
Wer ein Sprachmodell nach Feedback fragt, bekommt eine Antwort aus einem Guss. Lob und Kritik stehen im selben Absatz, und beides ist schon abgeschwächt: Das Modell wägt beim Schreiben ab, bevor die Argumente überhaupt auf dem Tisch liegen. Am Ende steht „insgesamt solide, achte noch auf …“, und damit lässt sich nichts entscheiden.
*Denkhüte* trennt das auf. Sechs Perspektiven beurteilen denselben Gegenstand: deinen Entwurf, dein Konzept, die Entscheidung, die ansteht. Jede Perspektive hat einen eigenen Auftrag und eine harte Grenze.
Wer die Faktenlage sortiert, wertet nicht. Wer den Nutzen benennt, schreibt kein einziges „aber“. Wer die Risiken sucht, schlägt keine Lösung vor. Gegeneinander gehalten werden die Ergebnisse erst am Schluss.
Der Skill basiert auf der Six-Thinking-Hats-Methode von Edward de Bono. Die Umsetzung ist eigenständig, die Texte darin sind meine eigenen, und weder der Skill noch diese Seite stehen in einer Verbindung zu Edward de Bono Limited.
## Wie er arbeitet
Die sechs Perspektiven, nach de Bono je ein Hut in einer eigenen Farbe:
- **Weiß** sortiert die Faktenlage: was belegt ist, was behauptet wird, was sich widerspricht. Weiß rechnet Zahlen nach. Am Schluss stehen die drei Angaben, die fehlen und die Beurteilung am stärksten verändern würden.
- **Rot** gibt die erste Reaktion einer Persona aus der Zielgruppe wieder, bevor sie nachdenkt: was der Gegenstand bei ihr auslöst, an welcher Stelle sich ihre Stimmung ändert, was sie denkt und nicht laut sagt. Rot begründet nichts.
- **Gelb** arbeitet heraus, was funktioniert. Jeder Punkt braucht einen Mechanismus, also den konkreten Zug im Gegenstand, durch den der Nutzen eintritt. Lob ohne Mechanismus zählt nicht.
- **Schwarz** sucht Risiken, Denkfehler und blinde Flecken. Jedes Risiko bekommt eine Eintrittsbedingung, und am Schluss steht die eine Annahme, von der der ganze Gegenstand abhängt.
- **Grün** sucht zu jedem Einwand, der die Empfehlung umkehren würde, einen Ausweg oder sagt ausdrücklich, dass es keinen gibt. Dazu entwickelt er zwei bis drei Alternativen zum Gegenstand selbst; mindestens eine geht ihn grundsätzlich anders an.
- **Blau** ist die Steuerung. Sie rahmt vorher, führt danach zusammen und gibt die Empfehlung. Sie läuft nicht als eigener Agent, sondern im Hauptgespräch. Eigene Punkte, die keiner der Hüte genannt hat, setzt sie getrennt als Nachtrag dazu.
Weiß, Rot, Gelb und Schwarz laufen gleichzeitig, jeder als eigener Agent mit eigenem Kontext. Keiner sieht, was ein anderer geschrieben hat. Nur so bleibt jede Perspektive unbeeinflusst: Sobald Gelb weiß, was Schwarz gesagt hat, fängt Gelb an, sich abzusichern. Grün läuft erst danach und bekommt die Einwände von Schwarz und die Lücken von Weiß mit, weil er sonst nichts zu lösen hätte.
Vor der Ausgabe prüft die Steuerung jede Antwort gegen den Auftrag ihres Huts: Hat Gelb ein „aber“? Hat Schwarz eine Lösung vorgeschlagen? Hat Rot begründet? Einen Hut, der seinen Auftrag überschritten hat, lässt sie einmal neu laufen, statt ihn von Hand nachzubessern – wer umschreibt, schwächt genau die Stellen ab, wegen derer das Verfahren existiert. Beim Zusammenführen mittelt die Steuerung nicht: Ein Einwand, für den Grün keinen Ausweg gefunden hat, bleibt als offener Punkt stehen.
Für kurze Gegenstände ohne überprüfbare Sachaussagen – eine Überschrift, eine Betreffzeile, ein Claim – gibt es einen Kurzmodus mit Rot, Schwarz und Grün in einer einzigen Runde. Die Empfehlung sagt dann dazu, welche beiden Perspektiven fehlen.
## So setzt du ihn ein
In Tools, die Skills anhand ihrer Beschreibung selbst auswählen, musst du ihn nicht aufrufen. Er meldet sich in der Regel von selbst, sobald du um eine Beurteilung bittest – „challenge das mal“, „was spricht dagegen“, „sag mir ehrlich, wo das schwach ist“. Direkt ansprechen geht genauso: „Nimm die *Denkhüte* für diesen Entwurf.“
Danach fragt er einmal und gebündelt nach dem, was ihm fehlt: der Gegenstand im Wortlaut, die Beurteilungsfrage, also was entschieden werden soll, die Persona für Rot und der Kontext, der aus dem Gegenstand nicht hervorgeht. Liegt der Gegenstand schon als Datei vor, liest *Denkhüte* ihn dort. Ist die Zielgruppe in einer Datei oder einem anderen eingeschalteten Skill beschrieben, nimmt *Denkhüte* die Persona von dort.
## Voraussetzungen
Sechs Dinge braucht der Skill, damit die Beurteilung brauchbar ist.
- **Ein Agenten-Tool.** Die Hüte laufen als eigene Agenten, damit keiner beim Schreiben sieht, was ein anderer schreibt. Ohne Agenten-Tool laufen sie nacheinander im selben Kontext und färben sich gegenseitig ein. Der Skill schreibt das in die Ausgabe, statt eine Unabhängigkeit zu behaupten, die es nicht gibt. Welche KI-Tools Subagenten starten, steht auf der Seite [KI-Skills verstehen und einbauen](https://marktschreyer.de/tools/ki-skills#diese-ki-tools-lesen-skills-und-starten-mehrere-agenten).
- **Eine Persona für Rot.** Rot gibt die erste Reaktion einer bestimmten Persona wieder, und das gelingt genauso gut, wie sie beschrieben ist. Ohne Beschreibung kommt eine Durchschnittsreaktion heraus, die auf niemanden zutrifft – Rot weist sie dann als generische Annahme aus.
- **Der Gegenstand im Wortlaut.** Jeder Hut belegt seine Aussagen mit wörtlichen Zitaten, damit du jeden Einwand an der Stelle nachlesen kannst, auf die er sich bezieht. Fasst du den Gegenstand vorher zusammen, beurteilen die Hüte am Ende deine Zusammenfassung.
- **Eine Beurteilungsfrage.** Was entschieden werden soll: „Kann das so raus?“, „Welche der beiden Optionen?“ Fehlt sie oder der Gegenstand, fängt der Skill nicht an.
- **Benannte Quellen.** Die Steuerung legt für alle Hüte gleich fest, welche Skills, Dateien oder Seiten sie heranziehen dürfen; alles andere ist für alle gesperrt. Sag dazu, welche Quellen gelten sollen, sonst wählt die Steuerung selbst aus.
- **Der Kontext.** Budget, Zeitdruck, Vorgeschichte, was schon versucht wurde. Ohne diese Angaben weiß Schwarz nicht, welche Risiken schon ausgeschlossen sind, und Grün nicht, welche Wege du schon gegangen bist.
## Lizenz und Seite
*Denkhüte* steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0), Urheber Marcel Schreyer. Den Lizenztext findest du in der Datei LICENSE.
Wie du den Skill in dein KI-Tool einbaust, steht auf https://marktschreyer.de/tools/ki-skills. Neue Fassungen findest du auf der Seite zum Skill: https://marktschreyer.de/tools/denkhuete
denkhuete-marktschreyer/
denkhuete-marktschreyer
Copyright (c) 2026 Marcel Schreyer – marktschreyer.de
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Sie dürfen das Material in jedwedem Format oder Medium vervielfältigen und weiterverbreiten, es remixen, verändern und darauf aufbauen, auch kommerziell, sofern Sie angemessene Urheber- und Rechteangaben machen, einen Link zur Lizenz beifügen und angeben, ob Änderungen vorgenommen wurden.
Lizenztext im Volltext:
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/deed.de
https://creativecommons.org/licenses/by/4.0/legalcode.de
Die zugrundeliegende Denkmethode stammt von Edward de Bono. "Six Thinking Hats" ist eine eingetragene Marke von Edward de Bono Limited. Dieser Skill ist eine eigenständige Umsetzung der Methode und steht in keiner Verbindung zum Markeninhaber.
Denkhüte steht unter der Lizenz Creative Commons Namensnennung 4.0 International (CC BY 4.0). Du darfst den Skill weitergeben, verändern und darauf aufbauen, auch kommerziell, solange du Marcel Schreyer als Urheber nennst, auf die Lizenz verlinkst und angibst, ob du etwas geändert hast.